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Fußball

Wie Spanien auf Kosten Deutschlands erstmals das EM-Finale der Frauen erreichte

Als die amtierenden Welt- und Nations-League-Siegerinnen Spanien im EM-Halbfinale auf Deutschland trafen, wussten beide Teams: Im Finale wartet England mit Trainerin Sarina Wiegman.

Ein mögliches Rematch des EM-Finals 2022 oder WM-Finals 2023 stand bevor. Spanien war Favorit, hatte jedoch noch nie ein EM-Finale erreicht.

Deutschland mit Finalerfahrung

Deutschland hingegen stand in neun EM-Endspielen, darunter sieben der letzten acht — und gewann sechs davon.

Trotzdem hatte Spaniens Startelf insgesamt 165 große Turniereinsätze, Deutschland nur 93.

Die ersten 10 Minuten waren geprägt vom Abtasten. Irene Paredes spielte 26 Pässe in den ersten 15 Minuten – keine Deutsche mehr als fünf.

Sara Däbritz sah früh Gelb – vor ihrem ersten Pass im Spiel.

Spanien mit 78% Ballbesitz

Spanien hatte 78% Ballbesitz nach 30 Minuten, doch Deutschlands Abwehr hielt stand. Nur fünf Ballkontakte in Deutschlands Strafraum.

In den letzten sechs Duellen hatte Spanien kein Spiel gewonnen, dabei nur ein Tor erzielt.

In den letzten sechs Minuten vor der Pause folgten acht Schüsse, davon drei aufs Tor – einer an den Pfosten.

Unaufhaltsame Kraft trifft unbewegliches Objekt

Deutschland verteidigte, war aber offensiv harmlos. Zuletzt gab es 2015 gegen die USA keine Schüsse aufs Tor in einer ersten Halbzeit eines großen Turniers.

Mit 12 Torschüssen hatte Spanien den Höchstwert in einem EM-Halbfinale seit 2013.

Nach der Pause kam Deutschland besser ins Spiel: 40% Ballbesitz und drei Abschlüsse.

Körperlich stärker: Deutschland

Patri Guijarro war die kreative Kraft: vier Großchancen, nur übertroffen von sich selbst 2022.

Deutschland überzeugte im Physis-Duell: 30 Tacklings, davon 15 gewonnen – fast doppelt so viele wie Spanien.

Bonmatís später Treffer

In der Nachspielzeit hatte Deutschland vier Abschlüsse, doch Spaniens Torhüterin Cata Coll blieb sicher.

Spanien war 450 Minuten ohne Tor gegen Deutschland – bis zur 112. Minute.

Aitana Bonmatí überraschte Berger am kurzen Pfosten mit einem strammen Schuss – das Siegtor.

Mit diesem 2:1 zog Spanien nicht nur erstmals ins EM-Finale ein, sondern feierte auch den ersten Pflichtspielsieg gegen Deutschland.

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