Tottenham Hotspur hat seine 17-jährige Durststrecke ohne Titel beendet und sich mit einem 1:0-Sieg gegen Manchester United im San Mamés Stadion in Bilbao den Triumph in der UEFA Europa League (UEL) sowie die Qualifikation zur UEFA Champions League (UCL) gesichert.
Dieses Alles-oder-Nichts-Duell zwischen zwei heftig kritisierten englischen Traditionsvereinen bot trotz miserabler nationaler Form eine goldene Chance auf die UCL.
Selten stand bei einem Finale des zweitrangigen europäischen Wettbewerbs so viel auf dem Spiel, und beide Defensivreihen wirkten in der Anfangsphase wenig überzeugend.
Tottenham erspielte sich die erste klare Torchance, als Brennan Johnson über die rechte Seite durchbrach und Pape Matar Sarr bediente, dessen Schuss von Harry Maguire geblockt wurde.
Auf der Gegenseite legte Maguire für Amad Diallo auf, der den Ball nach einer verunglückten Tottenham-Klärung quer am Tor vorbeischoss.
Doch in der 42. Minute brachte Ange Postecoglous Team das Stadion zum Schweigen: Ein scharfer Ball von Sarr sorgte im Strafraum für Chaos, Johnson erreichte die Kugel am kurzen Pfosten, bevor Luke Shaw sie unabsichtlich ins eigene Tor lenkte.
Für Ästhetik gab es keine Punkte, aber der Treffer kam zu einem entscheidenden Zeitpunkt in einem zähen ersten Durchgang im Baskenland.
Es war bereits das 31. Mal in dieser Saison, dass die Red Devils das erste Tor eines Spiels kassierten – mehr als jeder andere Premier-League-Klub in allen Wettbewerben.
Ein weiterer bitterer Statistikwert für Ruben Amorims Mannschaft, die versuchte, das Blatt zu wenden: Rasmus Højlund köpfte knapp über das Tor nach einer Flanke von Amad. Tottenhams Defensive blieb anfällig, und Guglielmo Vicario konnte Leny Yoro nach einem Freistoß von Bruno Fernandes gerade noch stoppen.
Die Nordlondoner verteidigten die knappe Führung mit Mühe – besonders, als Vicario eine einfache Hereingabe von Fernandes fallen ließ, aber Micky van de Ven rettete spektakulär mit einer akrobatischen Klärung gegen Højlunds Kopfball.
United drängte weiter, und Fernandes hätte bei einem Kopfball nach Flanke von Noussair Mazraoui besser abschneiden müssen.
Amorim brachte Alejandro Garnacho und Joshua Zirkzee, wobei ersterer sofort für Gefahr sorgte und Vicario zu einer Glanzparade zwang.
Doch es sollte Tottenhams Nacht werden: Postecoglous Mannschaft gewann einen Titel, den selbst talentiertere Spurs-Teams unter Mauricio Pochettino nicht holen konnten.
Ein würdiges Jubiläum für den Australier bei seinem 100. Spiel an der Seitenlinie, während die Spurs ihren 150. Europapokalsieg feierten. Für Manchester United hingegen endet die ungeschlagene UEL-Saison nach 15 Partien – der Beginn einer ernüchternden Aufarbeitung einer katastrophalen Spielzeit.
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