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Fußball

Wie Chelsea Paris Saint-Germain in einem einseitigen Klub-WM-Finale schockte

Das Finale der Klub-WM zwischen Chelsea und Paris Saint-Germain am Sonntag war von Anfang an ein Pflichttermin für Fußballfans weltweit.

Noch bevor der Ball im MetLife Stadium rollte, hatten beide Teams zusammen 30 Tore auf dem Weg zum großen Endspiel erzielt.

Die Ausgangslage gegen Chelsea

Mit 191 Torschüssen insgesamt und nur sechs Gegentoren – davon fünf durch Chelsea – sowie den meisten gespielten Pässen im Turnier galten PSG und die Blues als taktisch stärkste Teams. PSG stellte mit Vitinha (666 Pässe), Achraf Hakimi (473) und Willian Pacho (362) drei der vier passsichersten Spieler – nur Bayerns Joshua Kimmich war noch dabei.

Luis Enrique sprach im Vorfeld davon, Geschichte schreiben zu wollen. Enzo Marescas Chelsea hingegen musste das Mittelfeld kontrollieren, ohne dabei ins offene Messer der schnellen PSG-Konter zu laufen. Eine hohe Abwehrlinie war also ausgeschlossen.

Seit 2012 (Chelsea verlor gegen Corinthians) hatte kein Champions-League-Sieger das Klub-WM-Finale verloren – alles sprach also für die Franzosen.

Ein elektrisierendes MetLife Stadium

Vor ausverkaufter Kulisse führten Marquinhos und Co. PSG zum 22. Endspiel – bei 19 Siegen zuvor. Doch Chelsea startete besser: Hoher Druck, frühe Abschlüsse von Cole Palmer, dominantes Mittelfeldspiel durch Moisés Caicedo und Enzo Fernández.

PSG brauchte über 11 Minuten für den ersten Torschuss – so spät wie nie zuvor bei einer Klub-WM.

Palmer bringt Chelsea in Führung

Chelseas Spiel war körperlich, aber präzise: Cucurella, Colwill, Chalobah und Neto hatten nach 20 Minuten jeweils 100 % Passquote. Während PSG erste Ansätze über Hakimi und Doué zeigte, war es Chelsea, das nachlässige Pariser Verteidigung nutzte: Malo Gusto bediente Cole Palmer – 1:0.

Palmer, der jüngste Chelsea-Torschütze in einem Finale seit Kai Havertz 2022, brachte die Blues in eine starke Position: Wenn Chelsea bei der Klub-WM das erste Tor erzielte, stand die Bilanz bei 5 Siegen, 0 Remis, 1 Niederlage.

Und: In 13 der letzten 14 K.-o.-Spiele bei der CWC hatte das Team mit dem ersten Tor gewonnen.

Palmer trifft erneut – PSG ratlos

Wenig später legte Palmer nach: Ein langer Ball über die PSG-Abwehr, nahezu identischer Abschluss – 2:0.

Chelsea dominierte: 10 Ballkontakte im PSG-Strafraum – PSG selbst nur zwei. Trotz nur 30,3 % Ballbesitz war Chelsea viel zielstrebiger.

João Neves gewann 7 von 9 Duellen in der ersten Hälfte – einer der wenigen Lichtblicke für PSG, das mit Frust reagierte: Drei schnelle Gelbe Karten für Chelsea zeugten vom intensiven Spiel.

João Pedro macht alles klar

Dann der Nackenschlag für PSG: Nach einem Fehlpass von Dembélé schaltete Chelsea blitzschnell um – João Pedro überlupfte Donnarumma kunstvoll zum 3:0.

Colwill und Gusto eroberten mehrfach den Ball, während Dembélé, Vitinha, Doué und Kvaratskhelia zusammen 22 Ballverluste verzeichneten.

PSG wirkte zur Halbzeit wie ein Schatten des dominanten Teams aus der Saison 2024/25 – Chelsea hatte alle Schwächen aufgedeckt.

Superbowl-Pause – aber PSG ohne Ideen

Nach einer langen Halbzeitpause mit Showeinlage begann PSG die zweite Hälfte… mit einem Fehlpass ins Aus.

Kurz darauf prüfte Kvaratskhelia Torwart Sánchez – sein 22. Turnierschuss – doch PSG kam nie wirklich ins Spiel. Vitinha hatte zwar 115 Ballkontakte, doch sein Einfluss blieb wirkungslos.

Dembélé scheiterte erneut – PSG kam auf nur vier Schüsse aufs Tor, einen mehr als Chelsea.

Barcola kam als 64. Einsatz der Saison – Bestwert im Team. Bei Chelsea ersetzte Andrey Santos den verletzten Fernández.

Delap fast mit dem Traumdebüt

Liam Delap kam und hatte direkt eine große Chance – Donnarumma parierte. Auch seine zweite Möglichkeit blieb ungenutzt – so viele Chancen hatte sonst nur Doué für PSG.

Chelsea verteidigte in Teilen mit sechs Spielern gleichzeitig – acht Interceptions, unzählige Klärungen.

Die Nerven lagen blank – Neves sah Rot für ein Ziehen an Cucurellas Haar. PSGs Frust war komplett.

Chelsea setzt Ausrufezeichen

Ob Arroganz oder falsche Herangehensweise – PSG war weit unter Normalform.

Doch Chelsea verdiente sich den Titel – Marescas taktischer Plan ging perfekt auf und macht Hoffnung für die Premier League.

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