In nur 120 Minuten Fußball am Montag wurde die Klub-Weltmeisterschaft deutlich spannender.
Manchester City galt als klarer Favorit für das Viertelfinale des Turniers gegen die saudi-arabischen Giganten Al Hilal. Trotz spielerischer Dominanz zeigte der Premier-League-Klub erneut seine Achillesferse – und ging nach Verlängerung unter.
Inzaghi schlägt Guardiola zum ersten Mal
Zum ersten Mal in den letzten drei Begegnungen behielt Simone Inzaghi die Oberhand über Pep Guardiola. Die beiden vorherigen Duelle endeten mit einem 0:0 in der Champions League 2024/25 und einem 1:0 für City im UCL-Finale 2023 gegen Inter Mailand.
Da Inter außerdem im Achtelfinale gegen Fluminense verlor, ergab sich ein Viertelfinale, das niemand vorausgesehen hatte.
Als Bernardo Silva City in der 9. Minute in Führung brachte, erwarteten viele einen Torreigen.
Es war Citys viertes Tor in der Anfangsviertelstunde bei dieser Klub-WM – Ligabestwert – und ihre Bilanz nach einer Führung stand bei 3 Siegen aus 3 Spielen.
Mit 71,9 % Ballbesitz dominierte City, während Al Hilals Spieler nur hinterherliefen.
Bounou in Topform
Zur Halbzeit hatte Yassine Bounou bereits fünf Paraden gezeigt, um seine Mannschaft im Spiel zu halten. Auf der anderen Seite hatte Al Hilal nur drei Torschüsse vorzuweisen – zwei daneben, einer geblockt.
Doch sechs Minuten nach Wiederanpfiff war das Spiel auf den Kopf gestellt: Marcos Leonardo und Malcom trafen – Letzterer nach einem überragenden Pass von João Cancelo.
Guardiola reagierte sofort mit drei Einwechslungen – Erling Haaland glich nur zwei Minuten später aus. Spiel wieder offen!
Zwei Schüsse aufs Tor von Jeremy Doku zeigten, dass City das Tempo erhöhte. Mit zehn Torschüssen lag man über dem Turnierdurchschnitt (9,3).
Alles spielte sich in Al Hilals Hälfte ab. City feuerte 17 Flanken in der ersten Stunde und Haaland schoss 15-mal – Höchstwert gemeinsam mit Lautaro Martínez.
Doch Bounou hielt weiterhin alles – am Ende der 90 Minuten standen 10 Paraden zu Buche.
Koulibalys goldener Moment
In der vierten Minute der Verlängerung traf Kalidou Koulibaly zum 3:2 – bei einem von nur sechs Schüssen aufs Tor der Saudis (City: 14).
Auch defensiv glänzte Koulibaly: vier Tacklings – Bestwert im Spiel – sowie eine herausragende Abwehrleistung.
City ließ nicht locker. Rúben Dias spielte 135 Pässe (Spielhöchstwert), bei insgesamt 827 Pässen. Phil Foden glich aus – bereits das fünfte Joker-Tor Citys bei diesem Turnier.
Trotzdem hielt Al Hilal Stand. City glänzte mit 92,3 % Passquote (Akanji sogar 98,2 %), aber Al Hilal nutzte seine Chance: Milinkovic-Savic‚ abgefälschter Schuss landete bei Marcos Leonardo, der zum 4:3 einschob – sein viertes Tor im Turnier.
Trotz intensiver Bemühungen von Savinho und Doku – 19 Flanken und 10 der insgesamt 30 City-Schüsse – blieb es bei der Überraschung.
Al Hilal gewann 56 ihrer Zweikämpfe und verzeichnete 48 Interceptions. Koulibaly ragte mit 11 Klärungen, 9 gewonnenen Duellen und 7 Interceptions heraus.
Zurück ans Reißbrett für Pep
Manchester City wirkte bis zu diesem Spiel unaufhaltsam. Doch erneut zeigten sie Schwächen gegen ein physisch starkes Team, das Druck aushält und effektiv kontert.
Für Pep Guardiola und sein Team heißt es: zurück ans Reißbrett.
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